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| Biografie |
Chaim
d’Avigdor wuchs am linken Niederrhein
auf, wo Wind und Blick über scheinbar endlose Flächen gehen.
Mit 14 lernte er Joseph Beuys kennen,
den er an seine Schule einlud, um einen Vortrag zu halten. Mit
Beuys trat er im Rahmen von Nam June Paiks Orwell-Projekt im
Centre Pompidou zu Paris auf. An Beuys Freier Internationaler
Universität, beheimatet
im berühmten Raum 3 der Düsseldorfer Kunstakademie, lungerte
er beinahe täglich herum und nahm an Seminaren und Gesprächskreisen
teil. Die Begegnung mit Beuys war intensiv und prägend. Sechzehnjährig
von dem Komponisten Prof. Günter Becker zum Kompositionsstudium
an der Robert-Schumann-Hochschule für Musik in Düsseldorf
zugelassen, verpatzte Chaim die Gehörübungsprüfung, und war
darüber so beleidigt, dass er die musikalische Laufbahn aufgab.
Parallel zur Schule begann er schließlich eine professionelle
Ausbildung in Ballett und modernem Ausdruckstanz, um
seinen Körper zu bewegen und seinem Leben einen künstlerischen
Duktus zu geben. Daneben machte er Karate
und trieb sich viel herum, auf der Suche nach erotischen Abenteuern
und anderen Formen der Erregung.
Nach
dem zum Erstaunen der Eltern doch noch abgelegten Abitur studierte
er Schauspiel in München und New York.
Engagements an Stadt- und Staatstheatern in Bonn, Regensburg
und München folgten, die er in mäßiger bis schlechter Erinnerung
hat. Später spielte Chaim zahlreiche große Rollen in Film- und
Fernsehproduktionen, die nicht in die Kulturgeschichte eingehen
werden, aber Spaß, Erfahrung und gutes Geld einbrachten. Hinter
der Kamera war er als Producer, Script Editor
und Autor (Stoffentwicklung, Treatments, Drehbücher) für verschiedene
Produktionsfirmen tätig. Neben und nach seiner Arbeit für
Theater, Film und Fernsehen studierte Chaim Psychologie, Philosophie
und Counseling in München, Augsburg, San Jose und London und
absolvierte Ausbildungen in Hypno- und Körpertherapie. Zum ersten
Mal Regie führte er bei der Dokumentation „Towards
the Within“, die er mit seiner Frau Jessica in
Taos (New Mexico) drehte. Mit Jessica,
einer begnadeten Songwriterin und Videoperformance-Künstlerin,
ist er seit 2004 verheiratet. Kurz nach der Eheschließung kam
Tochter Jorah auf die Welt. In Berlin
betreibt Chaim d'Avigdor unter dem Label Anders
Coaching eine Praxis für Coaching und psychologische
Beratung.
Gedichte
schreibt Chaim d’Avigdor seit seiner Jugend. Seinen eigenen
Stil fand er jedoch erst mit dem Zyklus „Altneuzeit“,
der aus 66 Fünfzeilern besteht. Veröffentlichungen in verschiedenen
Literaturzeitschriften und Anthologien. „Hypno“,
sein erster Roman, wartet zur Zeit auf einen Verleger; das Buch
wurde bislang sechs Agenten und Verlegern angeboten, die sich
alle die Mühe einer gründlichen Lektüre machten.
In den nachfolgenden Stellungnahmen tauchten neben Lob für
die Qualität des Textes auffällig oft Hinweise auf
die politische Inkorrektheit des Textes auf, was nach Chaims
Meinung ein Anlass zur Sorge ist. ist denn das Zeitalter der
politisch korrekten Literatur tatsächlich schon so weit
fortgeschritten?
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